Enzyme

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Die Enzymdiagnostik gibt Informationen über normale oder gestörte Stoffwechselvorgänge sowie über die Funktionstüchtigkeit von Organen, die spezielle Enzyme herstellen.

Die Benennung der Enzyme und Coenzyme richtet sich sich nach ihrer Wirkung auf eine bestimmte Substanz, das Substrat. Wird eine Oxidation angeregt, heißen sie Oxidasen, katalysieren sie den Abbau von Eiweißen, sind es Proteinasen, oder die Abspaltung von Phosphor, dann nennt man sie Phosphatasen.

Wenn Umstellungen innerhalb eines Moleküls katalysiert werden, sogenannte Isomere entstehen, handelt es sich um Isomerasen.

Enzyme, die die Übertragung von Eiweißbausteinen vermitteln heißen Aminotransferasen, handelt es sich dabei um eine ganz spezielle Aminosäure, zum Beispiel Alanin, kommt dies in der Bezeichnung Alanin-Transaminase zum Ausdruck. Chemisch sind viele Enzyme entweder Proteine oder Proteide, sie sind pH- und temperarurabhängig.

Die Wirkungsweise

So verschiedenartig die Wirkung einzelner Enzyme auch sein mag, ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Umsatzrate chemischer Reaktionen zu beschleunigen. Sie erhöhen die Reaktionsbereitschaft der Moleküle. Das Enzym wirkt auf ein bestimmtes Substrat, das Ergebnis der Reaktion ist das Produkt. Dabei bleibt das Enzym unverändert.
Eine besondere Eigenschaft der Enzyme ist ihre Wirkungsspezifität. Darunter versteht man, dass sie nur eine spezielle Umsetzung katalysieren.

Unter Substratspezifität versteht man die Eigenschaft bestimmter Enzyme, ihre Wirkung nur auf bestimmte Substrate auszuüben. Das Enzymmolekül ist im Vergleich zum Substratmolekül sehr groß.

Hämolytischer Ikterus

Die Ursache liegt nicht primär in der Leber. Durch vermehrten Abbau der Erythrozyten wird vermehrt Bilirubin frei. Ein gewisses Übermaß an Gallenfarbstoffen vermag die Leber aufzunehmen und auszuscheiden. Erst bei schwerer Hämolyse bleibt das Bilirubin im Blut, steigt an und verursacht den Ikterus.

Das Hämoglobin ist der eisenhaltige Farbstoff der Erythrozyten und entsteht durch Oxydation. Die Aufgaben des Hämoglobin sind die Sauerstoffbindung, der Sauerstofftransport und die Sauerstoffabgabe im Körper.

Die Blutkörperchen werden ungefähr alle 120 Tage erneuert. Beim Morbus Meulengracht liegt eine Störung der Leber vor, die Blutkörperchen können nicht abgebaut werden. Die Erkrankung beginnt schon früh, etwa ab dem fünfzehnten Lebensjahr. Es sind mehr Männer als Frauen betroffen, die Erkrankung ist weit verbreitet.

Die Symptome sind Blähungen, Bauchschmerzen und in manchen Fällen Hautausschläge. Es können nur die Begleiterscheinungen behandelt werden, die Erkrankung selbst ist nicht heilbar. Dem Morbus Meulengracht wird oft die Bezeichnung “jugendlich” angedacht, weil die Krankheit so um das vierzigste Lebensjahr wieder verschwindet.

Industrielle Nützung des Enzyms

Die Enzymwirkung wird auch kommerziell ausgenutzt. Biologischen Waschmitteln wird ein eiweißspaltendes Enzym zugesetzt, um Eiweißflecke, zum Beispiel Blutflecke, zu entfernen.


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